Vom Gaswerk zu GASmuseum

Das GASmuseum zeigt als einziges Museum die Geschichte der Gasversorgung in Dänemark

So fing es an
Die Idee entstand 1992 - 10 Jahre nachdem die moderne Erdgasversorgung in Dänemark eingeführt wurde. Im Laufe des Sommers1994 wurden die Pläne konkreter, und die ersten vorbereitenden Treffen wurden abgehalten. Dies resultierte in der Gründung der Gashistorischen Gesellschaft im Januar 1995, und 1996 bekam der Verein die Zusage, das alte Gaswerk in Hobro übernehemen zu können. Gleichzeitig versuchte der Verein, finanzielle Unterstützung für die Instandsetzung der Gebäude zu bekommen. Mit Erfolg: Gemeinde, Gasbranche und die EU sagten zu, und 1997 kam eine weiter Zusage von der A.P.Møller-Stiftung. Insgesamt kamen so 9 Mio. Kr. für die Instandsetzung zusammen, und die Gemeinde sowie die Gasbranche garantierten einen Betriebszuschuss. Eine Direktorin und ein Kurator wurden angestellt, und die Arbeiten an den Gebäuden konnten anfangen. Im August 1998 konnte das Museum mit einer kleinen Ausstellung und bescheidenen finanziellen Mitteln eröffnet werden. 

Warum ein Gasmuseum?

Als das GASmuseum eingerichtet wurde, hatte das Elektrizitätsmuseum in Tange, das die Geschichte der Elektrizität in Dänemark schildert, schon seit längerem existiert. Dazu gab es das Seefahrt- und Fischereimuseum in Esbjerg, das auch die Geschichte der Öl- und Gasgewinnung in der Nordsee zum Thema hatte. Aber kein Museum erzählte die Geschichte der Gasversorgung, die auf das Jahr 1853 zurückging. Mit der neuentstandene Erdgasindustrie wuchs auch das Interesse an der Vorgeschichte, und es ist somit die Erdgasbranche, die laufend das Museum unterstützt und gefördert hat. 


Natürlich gab es Diskussionen, ob ein solches Museum überhaupt Sinn macht. Aber wie der damalige Direktor des großen Freilichtmuseums Den gamle by (Die alte Stadt) in Aarhus, Erik Kjersgaard, sagte:" Es ist mit Museen wie mit dem Kinderkriegen - am Anfang steht die Liebe." Wenn nur der Wunsch groß genug ist, und wenn es genügend Menschen gibt, die sich dafür einsetzten und etwas dafür leisten wollen, dann wird es Wirklichkeit. Das GASmuseum hat nach 20 Jahren bewiesen, dass dies der Fall ist. Das GASmuseum wird hauptsächlichst von der Gasbranche finanziert, und wird auch von der Gemeinde Mariagerfjord unterstützt. Darüber hinaus hat das Museum glücklicherweise externe Mittel für Gebäude, Ausstellungen und übrige Initiativen beschafft. Die Gashistorische Gesellschaft lebt unter dem Namen Freunde des Gasmuseums weiter, und es gibt eine Vertreterversammlung und einen Vorstand.

Die ersten 10 Jahre

Als das GASmuseum im August 2008 sein 10-jähriges Jubiläum feierte, gab es im alten Gaswerk in Hobro ein Spezialmuseum mit Ausstellungen über Stadtgas, Flaschengas und Erdgas. Obwohl das Hauptgewicht auf die Produktion von Gas und Energie lag, hatte das Museum auch eine Ausstellung über die Folgen für das tägliche Leben in den Familien und in der Gesellschaft, besonders von den 40er bis zu den 80er Jahren. Auch die Zukunft hatte ihren Platz - im WasserstofUniversum konnten Kinder und Erwachsene mit Sonnenenergie, Wasserstoff, Brennstoffzellen, Modelautos und Radios experimentieren. Auf dem Gebiet der Forschung und Wissensvermittelung gab es eine Zusammenarbeit mit den anderen Energiemuseen wie auch mit den Universitätsinstitutten im Zentrum für Energie und Gesellschaft.

Das GASmuseum heute
Kurz nach dem 10-Jährigen Jubiläum wurde die Planung für ein Wissens- und Erlebniszentrum für Energie, Klima und Umwelt in Angriff genommen. Die Pläne wurden in den folgenden Jahren mit finanzieller Unterstützung der Region Nordjytland und der EU weitestgehend realisiert. So wurde eine ganz neue Ausstellung über die die Geschichte der verrohrten Energie von 1853 bis zur Einführung des Erdgases aufgebaut, und eine weitere Ausstellung über die Geschichte der Wohnungsheizung wurde 2016 eingeweiht. Dazu kommt gibt es eine weitere Ausstellung über die Zukunft des Gases in einer nachhaltigen Energiewirtschaft mit Biogas und Power-to Gas-Technologien und die Rolle des Erdgasnetzes als Energispeicher.au.